Grüne Bundestagsabgeordnete aus Köln


Kaisers: Beschäftigte brauchen jetzt eine Lösung

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Foto von Johanna Fecke
Foto von Johanna Fecke

Zu den gestrigen Gesprächen zur Zukunft von Kaiser’s Tengelmann erklären Kerstin Andreae, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik:

Die Gespräche zwischen Tengelmann, Edeka und Rewe wurden gestern ergebnislos vertagt. Für die Mitarbeiter von Tengelmann ist dies eine sehr schwierige Situation. In der Vertagung liegt allerdings der zarte Hoffnungsschimmer, dass doch noch an einer Lösung zum Joberhalt gearbeitet wird oder werden kann und es damit weitergeht für die Beschäftigten von Tengelmann. Tengelmann Chef Haub sollte der Suche nach einer nachhaltigen Lösung im Sinne der Beschäftigten etwas Zeit geben und nicht jetzt Filialen schließen und Mitarbeiter entlassen. Der Verkauf der 450 Tengelmann-Filialen kann nicht über Nacht passieren.

Dass Tengelmann jetzt mit dem Rücken zur Wand steht, liegt auch an dem langwierigen Ministererlaubnisverfahren. Zwei Jahre sind seit der Anmeldung der Fusion mit Edeka vergangen, die Haub hätte nutzen können, um aus einer Position der Stärke mit den verschiedenen Kaufinteressenten zu verhandeln. Aber er hat sich auf Sigmar Gabriel verlassen und nur den einen Weg der Ministererlaubnis verfolgt. Doch die stand von Anfang an unter einem schlechten Stern.

Nun sollten alle Beteiligten konstruktive Gespräche weiterführen – notfalls mit einem neutralen Mediator. Die Gräben zwischen den Beteiligten sind tief. Jetzt müssen Brücken gebaut werden, um möglichst viele Arbeitsplätze zu retten.

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